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Erweitertes Vorstandstreffen

Mitte April kam der Bezirksvorstand (Pientka, Rath, Strozewski, Fabian, Behnicke) mit den Vorständen von Zeppelin Herne (Leichner) und Unser Fritz (Pohl, Dlouhy, Fischer, Tober) in der Falkschule zusammen. Es sollte über die Verhinderung des Karfreitagsblitzturniers bei Unser Fritz durch das Ordnungsamt der Stadt Herne gesprochen werden. Der Bezirksvorstand wollte sich einerseits ein eigenes Bild machen sowie andererseits, durch persönliche Gespräche, eine Belastung der Beziehungen zwischen den beiden Vereinen abwenden. Der Bezirksvorstand bedauerte sehr, dass das Turnier nicht stattfinden konnte.

Erich Leichner erklärte, dass er im letzten Jahr beim Fachbereich Ordnung nachgefragt hatte, warum am Karfreitag in „städtischen“ Gebäuden Sportveranstaltungen stattgefunden haben. Als Mitarbeiter der evangelischen Landeskirche und Sprecher der Herner sowie stellvertretender Sprecher der Castroper Allianz für den freien Sonntag, setzt er sich seit vielen Jahren für den Schutz des Sonntages und der Feiertage ein und macht auf Missstände aufmerksam. Eine direkte Beteiligung am aktuellen Vorfall verneinte er; der Fachbereich Ordnung habe schließlich Möglichkeiten, angekündigte Veranstaltungen selbst zu ermitteln und entsprechend zu handeln.

Die Mitglieder von Unser Fritz schilderten, wie überrascht alle gewesen waren, als zwei Männer des Ordnungsamtes am 25.März das gerade begonnene Blitzturnier für beendet erklärten, nachdem diese Männer zuvor die Vorbereitungen längere Zeit -scheinbar als Gäste- beobachtet hatten. Auf die Frage an sie, woher sie denn von dem Turnier gewusst hätten, äußerten diese, sie hätten einen Hinweis bekommen. Der Verein habe geglaubt, sich nicht ungesetzlich zu verhalten, nachdem das Ordnungsamt vor mehreren Jahren ihm einen Beginn nach 18 Uhr vorgeschrieben hatte. Das diesjährige Turnier habe demgemäß nach 18 Uhr begonnen.

Eckhard Behnicke sagte, sein Verein Sodingen Castrop habe im letzten Jahr einen Brief vom Ordnungsamt bekommen, in dem auf das Verbot eines Karfreitagsturniers hingewiesen wurde. Man habe reagiert, und das diesjährige Turnier habe eine Woche früher stattgefunden. Die Vertreter von Unser Fritz erklärten, ihr Verein habe einen solchen Brief nicht bekommen.

Der Bezirksvorstand ist sicher, dass das Verbot eines Karfreitagsturniers auch übergeordnete Organisationen beschäftigen wird. Empfohlene Verhaltensweisen für die Zukunft würden auf der nächsten Mitgliederversammlung diskutiert. Auf der Seite des Schachbundes Nordrhein-Westfalen wird das Problem auch dargestellt. Das Feiertagsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen ist geltendes Recht. Damit kein Ärger entsteht, sollten das die Vereine bei der Planung ihrer Veranstaltungen berücksichtigen. Der Vorstand bittet darum, dass man beim Verfassen von Kommentaren im Internet sich dessen bewusst ist, dass durch übertriebene Schärfe, nicht selten in anonymer Form, viel Schaden und menschliches Leid entstehen kann.

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